
Ein Lehrbuch der besonderen Art - Herr Ponschab erklärt auf eine sehr interessante Art das Mediationsverfahren. Er vermittelt sein Wissen und seine Erfahrung bzgl. der Mediation nicht nur durch wissenschaftliche Erklärungen, sondern zeigt in Die Streitzeit ist vorbei einen realen Fall auf und gibt auch Einblick in die genutzten Techniken. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich in einem Streit oder Konflikt befindet bzw. in die Konfliktverhandlung involviert ist. Auch das man gewisse juristische Sichtweisen lernt, die normalerweise nur ein Anwalt kennt, fand ich sehr hilfreich.
sehr empfehlenswert - „Die Streitzeit ist vorbei“ ist ein ungewöhnliches Fachbuch, weil es verständlich und klar geschrieben ist und den vermeintlichen Gegensatz von seriösem Fachbuch und leicht verständlicher Darstellung hervorragend auflöst.Als roter Faden zieht sich der fiktive Fall des findigen und pfiffigen Fruchtgroßhändlers Wenzel Wenger durch das gesamte Buch. Wenger nutzt in seinem Betrieb eine vollautomatische Warenbewirtschaftungsanlage für sein Früchtelager. Hersteller ist die Firma „KUKS“. Die computergesteuerte Anlage sortiert, lagert und liefert die Früchte entsprechend ihrem Liefer- und Verfallsdatum. Überreife Früchte werden vollautomatisch entsaftet. Aufgrund eines fehlerhaften Chips der Firma „Kondo“ spielt der Computer zur Jahrtausendwende verrückt und entsaftet den gesamten Lagerbestand. Wenger kann dadurch die vereinbarte Lieferung an die Firma „Frischwärts“ nicht ausführen, der dadurch ein Schaden in Höhe von 1,5 Mio Euro entsteht. Zusätzlich zu dem eigenen Schaden sieht sich Wenger nun einer immensen Schadenersatzforderung gegenüber, die den Ruin seiner Firma bedeuten könnte. Beteiligt an diesem Konflikt sind weiter zwei Versicherungsgesellschaften sowie ein Factoring-Unternehmen, dem die Firma „Frischwärts“ ihre Forderung an Wenger übertragen hat.Mit Hilfe seines mediationserfahrenen Rechtsanwalts Dr. von Streidt prüft Wenger in intensiven Vorüberlegungen welche Möglichkeiten für ihn in diesem komplexen Beziehungssystem von gegenseitig möglichen Ansprüchen und Verantwortlichkeiten bestehen. Dr. von Streidt führt Wenger dabei vom klassischen Anspruchsdenken weg, hin zu zukunftsorientierter Denkweise und Zielsetzung. Schließlich möchte sich Wenger an ein Mediationsverfahren wagen. Nun folgt „der Kampf um die Mediation“, also das Kunststück alle möglichen Beteiligten mit ins Boot zu holen und von der Durchführung eines Mediationsverfahrens zu überzeugen. Nachdem auch dies geschafft ist, wird der Leser Schritt für Schritt durch ein vollständiges Mediationsverfahrens geführt. Das „happy end“ ist einfallsreich und für alle Beteiligten gewinnbringend. Spätestens jetzt sollte jeder Leser endgütig überzeugt sein, dass nun „Die Streitzeit vorbei ist.“Ich arbeite selbst als Mediatorin und Rechtsanwältin und kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Die Fülle von Informationen über die Mediation ist didaktisch geschickt aufbereitet. Die durchgehende Darstellung am Fall bietet jederzeit beispielhafte Erklärung und Praxisbezug. Die Autoren arbeiten mit Wiederholungen, Zusammenfassungen und kleinen Theorieeinheiten an richtiger Stelle. Durch wird schon beim „Durchlesen“ ein Lerneffekt erzeugt. Die vielen Dialoge sichern eine lebendige und klare Wissensvermittlung, außerdem erkennt man sich darin an vielen Stellen wieder.Die Struktur des Buches erlaubt eine mehrfache Art der Anwendung. Gezieltes Nachschlagen und Vertiefung ist ebenso möglich wie ein „Querlesen“ der (durchaus amüsanten) Geschichte für den eiligen Leser oder den interessierten Laien.Besonders gut hat mir gefallen, dass in diesem Buch auch die Überzeugungsarbeit ausreichend Raum findet, die man immer noch für die Mediation leisten muss. Den dargestellten Vorbehalten und Einwendungen gegen die Mediation, besonders auch durch die Anwaltschaft, begegnet man immer noch regelmäßig.
Achtung: Dieses Buch ist anders! - Wer kann das Buch lesen?Diese vier Kapitel sind der richtige Lesestoff für alle, die sich mit Wirtschaftsmediation befassen oder es in naher Zukunft tun wollen, sei es als Klient, als Berater oder Mediator. Für all jene, die die außergerichtliche Konfliktlösung als Neuland betreten, bietet das Buch einen klaren Überblick, der noch dazu leicht und mit Freude zu lesen ist. Für alle, die sich in der Ausbildung zum Mediator befinden, liefert das locker erzählte Buch zahlreiche Formulierungshilfen, praktische Hinweise und eine Menge Hintergrundinformationen, die nur erfahrenste Ausbilder geben können.Selbst alte Hasen werden bei genauem Hinsehen in dem Buch manch neue Anregung und manch bereichernden Gedanken finden, der ihnen bisher nicht untergekommen ist und direkt in der Praxis weiterhilft. Und auch für Klienten in einer Mediation bringt das Buch viele wertvolle Erkenntnisse. Für alle, die sich mit praxisgerechtem Lernen befassen, ist jedes einzelne Kapitel eine wahre Lesefreude, zeigt das Buch doch wieder einmal die ungeheuere Wirkungskraft dieser Methode. Worum geht es in dem Buch eigentlich? Die Autoren, oder vielmehr der Unternehmer Wenzel Wenger aus Konstanz, erzählt in der „Ich-Perspektive die Geschichte eines Konfliktes und eines nachfolgenden Mediationsverfahrens zwischen seinem eigenen und zwei weiteren Wirtschaftsunternehmen. Sie verfolgen dabei die Idee des ‚story telling , das heißt, sie schreiben nicht über die Mediation, sondern beschreiben sie romanhaft. Eine besonders effektive Methode, wenn es nicht um Wissen, sondern um Können geht. Die Autoren streuen immer wieder Zusatzinformationen ein, so dass der Leser am Ende des letzten Kapitels eine komplette Mediation miterlebt hat und gleichzeitig Sinn und Methode der einzelnen Schritte verstanden hat. Als Leser zieht Sie das Buch abwechselnd mit ins Geschehen hinein oder erlaubt Ihnen den Blick von außen als abgeklärter Beobachter. Zum Thema passende Hägar-Comics und Briefe, die sich die Parteien untereinander schreiben, lockern den Text auf.Etwas macht Sie stutzig? Ein gutes Sachbuch kann nicht in ‚Ich-Form geschrieben sein. - Meinen Sie? Wenn Sie diese Aussage teilen, dann können Sie sich mit Hilfe dieses Buches davon überzeugen lassen, dass dies sehr wohl möglich ist. Wenn Sie die Aussage für unwahr halten, dann ist dieses Buch von Reiner Ponschab und Adrian Schweizer genau das Richtige für Sie. Sie werden diese 285 Seiten Infotainment genießen können. Denn die Autoren sind Experten: Beide gelten seit ihrem ersten Buch „Kooperation statt Konfrontation in Fachkreisen als Vorreiter im Bereich der Wirtschaftsmediation. Ihr Können auf diesem Gebiet ist in vielen Fällen bewährt und hat sie rund um den gesamten Globus geführt. Mit diesem Buch geben die Autoren nun wesentliche Teile ihrer Erfahrung und Expertise weiter.Sie haben keine Zeit für solche Bücher? Gute Vorsätze, ein Buch zu lesen, scheitern bei vielbeschäftigten und erfolgreichen Menschen oft an der Zeit. Zumindest glauben sie das. Dieses Buch hat den Vorteil, dass Sie sich keine Zeit dafür reservieren müssen! Stecken Sie es in die Aktenmappe, und wenn Sie mal wieder auf jemand oder etwas warten müssen, z.B. das Flugzeug, schmökern Sie hinein. Möglicherweise werden Sie überrascht sein, wie schnell Sie das Buch zuende gelesen haben und was Sie alles gelernt haben, obwohl Ihnen doch eigentlich die Zeit dazu fehlt...
Ein Lernbuch statt Lehrbuch - Dieses Buch ist locker geschrieben und hat eine wirklich interessante und leicht verständliche Art die Mediation an sich zu vermitteln. Es liest sich wie ein Roman und die Erläuterungen des Co-Mediators Gutknecht, beantworten alle Fragen rund um die Mediation im Erzähl-Stil. Sehr gelungenes und gleichzeitig unterhaltsames Buch über die Mediation, bei dessen Lektüre der Sinn, Vorteil und Ablauf der vermittelnden und überparteilichen Konfliktlösung klar erläutert wird. Im Anhang finden sich Mediatorenverträge, Abläufe und weitere wichtige Informationen zur aussergerichtlichen Streitbeilegung.Man hat das Gefühl selber an dem geschilderten Fall teilzunehmen und ist wie bei einem guten Roman am Ende traurig, dass es schon vorbei ist.